Bewährung

Verhängt das Gericht eine Freiheitsstrafe, so kann diese unter bestimmten Umständen zur Bewährung ausgesetzt werden. Bewährung bedeutet, dass sich ein Verurteilter für einen bestimmten Zeitraum von zwei bis fünf Jahren (Bewährungszeit) straffrei führen muss.


Im Rahmen des Bewährungsbeschlusses können weitere Auflagen gemacht werden (Teilnahme an einer ambulanten Therapie, Zahlung eines Geldbetrages, Wiedergutmachung des Schadens).


Die Aussetzung einer Freiheitsstrafe zur Bewährung kommt nur dann in Betracht, wenn diese nicht höher als zwei Jahre ist. Eine dreijährige Freiheitsstrafe kann schon von Gesetz wegen nicht zur Bewährung ausgesetzt werden. Nach Ablauf der Bewährungszeit wird die Strafe erlassen. Dem Verurteilten wird ein entsprechender Beschluss übersandt. Wird der Verurteilte in der Bewährungszeit erneut straffällig kann es zu einem Bewährungswiderruf kommen.