Lebenslänglich – Lebenslange Freiheitsstrafe

Die härteste Strafe im Deutschen Strafrecht ist die lebenslange Freiheitsstrafe. Allerdings bedeutet “lebenslänglich” heute nicht mehr, dass ein Verurteilter bis zu seinem Tode in Haft sitzt. Ein Verurteilter kann die Aussetzung des Strafrestes nach Verbüßung von 15 Jahren Haft beantragen. Wird diese abgelehnt, kann er alle zwei Jahre einen neuen Antrag stellen.


Ist bei dem Verurteilten die “besondere Schwere der Schuld” bei der Verurteilung festgestellt worden, ist eine Aussetzung nach 15 Jahren auch bei bester Führung und Sozialprognose ausgeschlossen. Dem Verurteilten bleibt nur die Möglichkeit nach Ablehnung alle zwei Jahre einen neuen Antrag auf Aussetzung der Reststrafe zu stellen.


Nach einer Studie wird die lebenslange Freiheitsstrafe in Deutschland durchschnittlich 22 Jahre vollstreckt.