Offener Vollzug

Das Strafvollzugsgesetz (StVollzG) bestimmt, daß eine Freiheitsstrafe im Offenen Vollzug verbüßt werden kann. Die Handhabung dieser Bestimmung ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, ist aber in den Vollstreckungsplänen der Landesjustizminsterien dokumentiert.

Befindet sich jemand zuerst in Untersuchungshaft und kommt dann nach der rechtskräftigen Verurteilung in Strafhaft hat er es erheblich schwerer in den offenen Vollzug zu kommen als jemand der sich nach der Verurteilung auf freiem Fuß befindet. Der Gefangene wird zunächst in einer Auswahlanstalt auf seine Eignung für den offenen Vollzug getestet.

Im offenen Vollzug darf der Gefangene außerhalb der Haftanstalt arbeiten. Er kann sogar seinen bisherigen Arbeitsplatz behalten. Außerdem erhält er Urlaub (begrenzt), den er bei seiner Familie verbringen kann.

Der Gefangene im offenen Vollzug hat sich aber strikt an die vorgegebenen Regeln zu halten. Alkoholkonsum oder eine verspätete Rückkehr führen schnell dazu, daß ein Gefangener in den geschlossenen Vollzug verlegt wird.

siehe auch: Europäischer Haftbefehl